Bootsanhänger/Trailer/Slipwagen
Spätestens dann, wenn du mit dem Bau deines Bootes beginnst, bist du damit konfrontiert, wie du das Boot beförderst und lagerst.
Sicherlich gibt es in sämtlichen Bauhäusern Bootsanhänger, Trailer, Hafenanhänger, Slipwagen usw. Doch sobald du einen Blick auf die Preise wirfst, wirst du bemerken, dass diese Investition sämtliche Budgets überschreitet.
Dabei sind die Trailer absolut einfach aufgebaut. Der Rahmen (oftmals Formrohre mit 120x40x3 mm), die Querträger (Formrohre mit 34x34 mm), die gefederte Achse (mit und ohne Auflaufbremse), das Stützrad, die Kiel-, Seiten- und Stevenrollen und vorne drauf noch eine Seilwinde.
Ausgelgt auf 1.500 kg liegen solche Anhänger bei einer Bootslänge von ca. 6,0 m gleich bei 2.500 - 3.000 Euro. Eine Investition, mit der, wie eingangs erwähnt, am Anfang niemand rechnet.

Viele der Anhänger dienen letzendlich nur zur Beförderung im Frühling vom Winterlager zum Hafen und im Herbst wieder vom Hafen zurück zum Winterlager. Also kann man diese Anhänger durchaus als Hafenhänger, Hafenanhänger oder Slipwagen bezeichnen. Wenn sich diese Distanz im Umkreis von 5 - 10 km befindet, bedarfs es in Österreich mit einer 10 km/h Tafel weder einer aufwendigen Auflaufbremse, noch einer behördlichen Zulassung.
Für diejenigen, die ihr Boot einmal auf einen anderen See mitnehmen möchten ist eine behördliche Genehmigung, sowie die Ausstattung mir Auflaufbremse und Lichtanlage notwendig. Der Merhpreis zum Hafenanhänger liegt jedoch in diesem Fall bei knapp 350,- Euro.
Der von mir konzipierte Anhänger ist so geplant, dass er sowohl mit, als auch ohne Aulaufbremse gebaut werden kann.
Dabei unterscheiden sich die beiden Anhängertypen schlussendlich nur in der Ausführung von:
Die restlichen Bauteile bleiben unverändert.
Auf eine Lichtanlage (Rücklicht, Blinker, Bremslicht) würde ich grundsätzlich nicht verzichten, da auch mit einem 10 km/h Tafel dies das Fahren wesentlich vereinfacht. Der Kostenpunkt dafür liegt bei etwa 45 - 70 Euro
Die dazu notwendigen Achsen von Knott (http://www.knott.at) oder Al-KO (www.al-ko.at) sind kurzfristig lieferbar und entsprechen dem aktuellen Stand der Technik. Viele Fahrzeughersteller verwenden diese Achsen. Man sollte sich jedoch vor dem Bau dazu entscheiden, wofür der Anhänger tatsächlich eingesetzt wird. Ein späteres Nachrüsten bzw. Umrüsten kostet unwesentlich weniger als ein neuer Anhänger im Selbstbau.